Warum wir stets ein Gefühl verkaufen
- LauraSchlemermeyer

- 10. Juli 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 4. Sept. 2025

Wenn wir über Marken, Produkte oder Dienstleistungen sprechen, denken viele zuerst an Funktionen, Features oder Preise. Doch in Wahrheit entscheiden Menschen nicht nur rational – sie kaufen vor allem ein Gefühl.
Die emotionale Wirkung einer Marke kann darüber bestimmen, ob ein Kunde bleibt, zurückkommt oder weiterempfiehlt.
Studien zeigen: Kaufentscheidungen werden zu einem großen Teil emotional getroffen – der rationale Teil kommt erst danach. Marken, die ein bewusstes Gefühl transportieren, gewinnen nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Loyalität. Ein einfaches Produkt wie ein Rucksack kann durch die richtige emotionale Botschaft zu einem Erlebnis werden.
Beispiel: Apple verkauft nicht nur Technik, sondern das Gefühl von Innovation, Coolness und Eleganz.
Wer ein iPhone kauft, kauft ein Stück Lifestyle und ein Erlebnis, kein bloßes Gerät.Dabei ist es wichtig zu verstehen: Gefühle erzeugen Bindung.
Emotionale Marken schaffen Vertrauen und Wiedererkennung. Menschen erinnern sich länger an Gefühle als an konkrete Fakten. Positive Gefühle führen außerdem dazu, dass Kunden Marken weiterempfehlen – weil wir das Bedürfnis haben, Emotionen zu teilen.
Welches Gefühl möchten Sie bei Ihrer Marke erzeugen? Welchen Typ Mensch möchten Sie mit diesem Gefühl ansprechen? Welches Gefühl soll dauerhaft in Erinnerung bleiben?
Emotionen durch visuelle Elemente. Die Optik und der erste Eindruck.
Gefühle werden nicht nur durch Worte, sondern auch durch visuelle Gestaltung vermittelt:
Farben: Rot vermittelt u.a. starke Energie und Dynamik, Blau u.a. Seriosität,Vertrauen und Ruhe, Pastelltöne vermitteln eine Leichtigkeit. Zu der Wirkung von Farben werde ich demnächt einen extra Beitrag verfassen.
Typografie: Verschnörkelte Schriften wirken verspielt und elegant, serifenlose Schriften modern und klar. Auch hierzu wird es noch einen eigenen Beitrag geben.
Bildsprache: Szenen mit Menschen, Lifestyle-Bilder oder stimmungsvolle Kompositionen transportieren Emotionen schneller als Text.
Sie sind der erste Eindruck. Das erste was unsere Augen erfassen und die erste Emotion entstehen lässt. Ähnlich wie beim 1. Date ordnen wir den ersten Eindruck in unserem Unterbewusstsein in emotionale Kategorien ein. Ob das was wir sehen reizvoll ist und ob es sich lohnt dem nähere Aufmerksamkeit zu schenken.
Oft erinnern wir uns nicht einmal an den Markennamen, sondern nur an die Werbebilder und die Gefühle die sie in uns auslösten. Daher ist die Bildsprache und der Look eines Markenauftritts so bedeutungsvoll.
Ein authentischer und passender Look einer Marke sollte im besten Fall die richtigen Konsumenten ansprechen und das Produkt oder die Dienstleistung zum Kauf/zur Buchung überzeugen.Worte erzeugen Gefühle. Headlines, Claims und Textstil sollten das gewünschte Gefühl unterstützen. Kurze Storys, kleine Szenen oder bildhafte Sprache lassen Kunden emotional eintauchen.Beispiel: Statt „Wir bieten Grafikdesign an“ → „Wir verwandeln Ihre Marke in ein Erlebnis, das Kunden berührt.“
Auch hier sollte man sein Zielpublikum gut kennen. Ob eine frische und lockere Jungensprache oder nüchterne, faktenbasierte Rhetorik machen einen gewaltigen Unterschied. Wer sich bewusst macht, dass Gefühle stärker wirken als Features, kann Markenauftritt, Kommunikation und visuelle Gestaltung gezielt darauf ausrichten. Emotionen schaffen Bindung, Vertrauen und einen nachhaltigen Eindruck– und genau das ist es, was Marken langfristig erfolgreich macht.









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